(a). Ferdinand Ritter von Arlt, geb. 18.04.1812
in Ober-Graupen (heute Krupka, CZ), gest. 07.03. 1887 in Wien,, Autor des
vorliegenden Buchabschnittes; lehrte zuerst in Prag, von 1858-1883 Professor
der Ophthalmologie an der Wiener Universität; benutzte als einer der
ersten Ärzte Jodsalben zur Katarakttherapie. Weiters verwendete er
chemische Ätzmittel zur Augentumorbehandlung (Kurzes Handbuch der
Ophthalmologie, Springer Verlag, 1932);
Werke: Die Krankheiten des Auges. Berücksichtigt
in seinem großen Lehrbuch als einer der ersten die Pathologie und
Histologie und leitet so eine völlige Reform der Augenheilkunde ein.
Klinische Darstellung der Krankheiten des Auges zunächst der Binde-,
Horn- und Lederhaut dann der Iris und des Ciliarkörpers
(b). Chas. S. Turnbull, übersetzte 1878 vorliegenden
Buchabschnitt ins Englische; amerikanischer Augen und Ohrenarzt im 19.Jhd.
(c). A. Mackenzie, Augenarzt Ende 19. Jhd.
- Anfang 20. Jhd.
(d). A. v. Graefe, Ophthalmologe, 22. Mai 1828
- 20.07.1870.
Nach dem Medizinstudium in Berlin unternahm Graefe Studienreisen,
die ihn unter anderem nach Prag, Paris, Wien und London führten. Auf
seinen Reisen lernte er beim Prager Ophthalmologen Ferdinand Arlt (1812-1887),
Eduard Jaeger (1818-1884) in Wien und Frans Cornelis Donders (1818-1889)
in London.
Seit 1854 stellte er gemeinsam mit Arlt und Donders die
Fachzeitschrift "Archiv für Ophthalmologie" her.
Er befaßte sich intensiv mit der Augenmuskulatur
und behandelte operativ das Schielen (Strabismus). Er befaßte sich
bereits damals mit der Bestimmung und Korrektion von Winkelfehlsichtigkeiten
(Graefe-Prisma, dissozierendes Höheprisma, Heinz Diepes, Refraktionsbestimmung)
und starb bereits im Alter von 42 Jahren an Lungentuberkulose.
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