STEREOGRAMME - 3D BILDER

Grundlagen zum Sterosehen

Schon mit einem Auge werden uns dreidimensionale Informationen geliefert. Meherere Faktoren geben uns Auskunft über räumliche Anordnung unterschiedlich entfernter Gegenstände:

Größenunterschiede (ein großer Baum wird näher empfunden als ein kleinerer)
Verdeckte Teile (ein telweise verdecktes Haus steht hinter dem davorstehenden)
Schattenbildung
Perspektive (alle Linien laufen im Unedlichen auf einen Punkt zusammen)

Grundsätzlich ist echtes Stereosehen nur bei Benutzung beider Augen möglich. Erst die Verschmelzung der Seheindrücke beider Augen im Gehirn erlauben eine räumliche Wahrnehmung.

Beim beidäugigen, räumlichen Sehen sind folgende Überlegungen von Wichtigkeit:

Horopterkreis

Liegen nun Objekte vor oder hinter dem von beiden Augen fixierten Gegenstand kommt es zu einer sogenannten physiologischen Diplopie:

gekreuzt liegende Doppelbilder

nicht gekreuzt liegende Doppelbilder

Objekte die nun außerhalb des Horopterkreises liegen werden trotzdem einfach gesehen - erscheinen uns aber räumlich nach vorne oder hinten versetzt.

Diese Erscheinung macht man sich bei den Stereogrammen zunutze. Das Gehirn wird getäuscht, indem man die oben genannten Regeln umkehrt. Dazu werden Punkte die eine bestimmte Entfernung zueinander haben in einer Ebene gesehen. Punkte die enger zueinander gerückt sind erscheinen binokular nach vorne versetzt - Punkte mit weiterer Entfernung erscheinen weiter weg.

Funktionsprinzip

Im oben abgebildeten Beispiel wird z.B. der mittlere Punkt fixiert, der obere Punkt erscheint dem Gehirn nach vorne versetzt (gekreuzt liegende Doppelbilder) - der untere Punkt erscheint nach hinten versetzt (nicht gekreuzt liegende Doppelbilder).